Krisen, Konflikte und wirtschaftliche Unsicherheit prägen derzeit den Alltag vieler Menschen, vom Nahostkrieg bis zu steigenden Lebenshaltungskosten. Unsere repräsentative Marktforschung zeigt: Selbst bei der Hundehaltung spüren viele Halter den Druck. Bereits vor dem neuen Krieg versuchten ´ 37% der Hundehalter, die Ausgaben für ihren Hund zu reduzieren. Die Frage ist, wie sich das auf das Kaufverhalten auswirkt.
Gespart wird zuerst bei „Nice-to-haves“
Wenn Hundehalter ihr Budget anpassen müssen, beginnen sie überwiegend bei Zusatzleistungen rund um den Hund. Bis zu 60 Prozent sparen an den folgenden Kategorien:
- Digitale Produkte wie Apps oder smarte Tools
- Dienstleistungen rund um den Hund
- Wissenserwerb, etwa Kurse oder Seminare
- Hundetraining oder Hundesport
Diese Kategorien gelten aus Sicht vieler Halter als verzichtbare Extras. Sie gehören zum erweiterten Lifestyle rund um den Hund, sind aber nicht zwingend notwendig für dessen Versorgung.
Grundversorgung bleibt stabil
Deutlich seltener wird dagegen bei zentralen Bereichen gespart:
- Futter und Leckerlis: nur 8 Prozent sparen daran
- Tierarzt und Gesundheit: nur 6 Prozent geben hier weniger aus.
Die Daten zeigen damit eine klare Priorität der Hundehalter: Tiergesundheit und grundlegende Versorgung bleiben tabu. Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bleibt die Verantwortung für den Hund ein zentraler Wert.
Dieses Muster passt zu einem weiteren Ergebnis der Studie: Viele Halter wollen ihren Hund genauso hochwertig ernähren wie sich selbst. Ernährung und Animal Health gehören damit zu den stabilsten Bereichen im Heimtiermarkt.
Implikationen für Unternehmen im Heimtiermarkt
Für Hersteller von Hundefutter, Gesundheitsprodukten oder Services ergeben sich daraus klare strategische Signale:
1. Gesundheit bleibt der wichtigste Werttreiber
Produkte rund um Tiergesundheit und Prävention behalten hohe Relevanz, selbst bei knapperen Budgets.
2. Zusatzangebote müssen ihren Nutzen stärker beweisen
Digitale Produkte, Services oder Trainingsangebote geraten schneller unter Spardruck. Hier wird eine klare Nutzenargumentation wichtiger. Man muss den Sprung vom Nice-to-Have zum unverzichtbaren Bestandteil in der Hundehaltung schaffen.
3. Orientierung statt Produktüberfluss
Viele Halter wollen Sicherheit und einfache Lösungen. Marken, die verständlich erklären, welchen Beitrag ihre Produkte zur Gesundheit des Hundes leisten, schaffen Vertrauen.
Fazit
Die aktuelle Krisenlage verändert das Konsumverhalten im Heimtiermarkt, aber nicht die emotionale Priorität des Hundes.
Hundehalter sparen zuerst bei Extras, nicht bei der Versorgung ihres Tieres. Für Unternehmen bedeutet das: Wer glaubwürdig zu Tiergesundheit, Animal Health und einer verlässlichen Ernährung beiträgt, bleibt auch in unsicheren Zeiten relevant.
Weitere Informationen zu den repräsentativen Studien, die in Kooperation mit dem pet Fachmagazin entstanden sind, gibt es hier.
